Im engeren Sinne bezieht sich der lateinische Ausdruck Ager Romanus (italienisch Agro Romano, wörtlich „römischer Acker“) auf die nähere Umgebung der Stadt Rom, sei es geografisch als geläufige Bezeichnung für die römische Ebene, also die Tiberebene in der Provinz Latium, sei es politisch als Bezeichnung für den Zuständigkeits- und Einflussbereich der römischen Stadtregierung.
Davon abgeleitet bezeichnet der Begriff Ager Romanus im weiteren Sinne das römische Staatsgebiet in der Geschichte Römischen Reiches, d. h. das von römischen Bürgern bewohnte Gebiet. Die Grenzen dieses auch als „die römische Domäne“ (dominium) bezeichneten „Ackers“ wurden durch die Expansion Roms immer wieder neu definiert. [1]
Aus kulturhistorischem Blickwinkel lassen sich heute all jene Landschaften zum Ager Romanus im weitesten Sinne rechnen, die einmal von den Römern beherrscht waren und in denen sich Spuren römischer Besiedlung und Kultur finden lassen. Im deutschsprachigen Raum zählen beispielsweise das Rheinland und die Gebiete südlich des Limes zum Ager Romanus, während etwa weite Teile Nord- und Ostdeutschlands niemals mit den Römern in Berührung kamen und dementsprechend weniger kulturellen Reichtum aufweisen.
Heute werden als Agro Romano die äußeren Stadtteile Roms bezeichnet, die oft noch einen ländlichen Charakter haben. In der Regel werden auch die Gemeinden Ardea, Fiumicino und Pomezia dazu gezählt, die erst vor einigen Jahren aus der Gemeinde Rom ausgegliedert wurden.
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