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Agrardreieck

Das Agrardreieck war die landwirtschaftlich nutzbare Großregion in der Sowjetunion. Es erstreckte sich im Raum zwischen Sankt Petersburg, Odessa beziehungsweise Rostow am Don im Westen und Irkutsk (am Baikalsee) im Osten. Es umfasste ca. drei Millionen Quadratkilometer. Im Westen erreichte es seine größte vertikale Ausdehnung und zog sich Richtung Osten keilförmig hin, deshalb die Bezeichnung Dreieck.

Nördlich des Agrardreiecks behindern große Kälte, lange Winter und Dauerfrostböden die Landwirtschaft, südlich davon bringt die intensive Landwirtschaft ohne Bewässerung Probleme mit sich. Im Norden wird das Agrardreieck durch den borealen Nadelwald abgegrenzt, der so dicht ist, dass kein Sonnenlicht den Boden erreicht. Im Agrardreieck werden neben Getreide auch Zuckerrüben, Mais und Sonnenblumen angebaut.

Im nördlichen Teil finden sich die weniger fruchtbaren Podsolböden, in den südlichen ehemaligen Waldsteppen und Steppen bildeten sich die fruchtbaren, mächtigen Schwarzerdeböden. Früher galt dieser südlichen Raum auch als "Kornkammer Europas". Ein Problem stellt hier die durch Winde und Niederschläge verursachte Bodenerosion dar; auch kalte und schneearme Winter, sowie trockenheiße Sommer und Stürme mindern den Ernteertrag. Erst am Anfang des 20. Jahrhunderts begann man im Rahmen von "Neulandaktionen" mit der Intensivierung der Landwirtschaft.

Im Süden dagegen ist es sehr trocken. Man spricht dort von einer Trockengrenze.

Außerhalb des Agrardreiecks ist Landwirtschaft noch am Schwarzen Meer, im Kaukasus mit Wein und Obst; sowie Baumwolle in Mittelasien möglich.


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