Mariengroschen sind im niedersächsischen Raum geprägte Groschen, die auf einer Seite die Darstellung einer stehenden Muttergottes zeigten, was ihnen auch den Namen gab.
Sie wurden zuerst 1503 in Goslar geprägt, dann in weiteren Münzstätten des Harzgebietes wie Braunschweig und Hildesheim. Ihr Feingewicht (Silbergehalt) und damit ihr Wert variierte stark [1]. Im 16. Jahrhundert wurde der Mariengroschen wegen der Unsicherheit und ständigen Verminderung seines Wertes (s. Fußnote 1) von den Ständen des Niedersächsischen Reichskreises successiv im Wert vermindert und weitgehend durch die Meißnischen Fürstengroschen abgelöst. Die Mariengroschen galten weiterhin im Wert von 1/36 Reichstaler und waren somit zur Scheidemünze abgesunken [2].
In den Staaten des Niedersächsischen Reichskreises wurden weiterhin noch lange Mariengroschen als Scheidemünze geprägt, in Hannover bis 1870, als die Mark-Währung des Deutschen Kaiserreiches die regionalen Prägungen endgültig ablöste [3].
Siehe auch Groschen
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