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Regenbogenschüsselchen

Regenbogenschüsselchen (Keltenmuseum Manching)

Als Regenbogenschüsselchen wird im Volksmund ein spezieller Typus keltischer Goldmünzen bezeichnet, die in einem Raum, der sich vom Gebiet des heutigen Ungarn über Österreich bis nach Süddeutschland erstreckte, verbreitet waren. Sie wurden vermutlich von den keltischen Stämmen der Boier und Vindeliker und den Rheingermanen im Zeitraum von ca. 300 v. Chr. bis zur Zeitenwende hergestellt.

Die schüsselförmig gewölbten und gewöhnlich unbeschrifteten Goldstücke sind nicht intuitiv als Münzen zu erkennen. In der Regel weisen sie nur abstrakte symbolische Muster -wie Kugeln, Punkte, Kreise oder Sterne- oder einfache gegenständliche Motive aus der Bilderwelt der Kelten wie Vogelköpfe oder Schlangen auf.

Der Name Regenbogenschüsselchen entstand aufgrund der charakteristischen Schüsselform und einem Aberglauben, der besagt, dass die Goldstücke vom Regenbogen herabtropften und am Fuße des Regenbogens auf der Erde zurückgeblieben seien.

Die beim Umpflügen eines Ackers an die Erdoberfläche gelangten Regenbogenschüsselchen wurden später bei Regenfällen oft sauber gespült und aufgrund ihres metallischen Glanzes auf dem Acker entdeckt. Da man sich die Herkunft der schüsselförmigen Goldstückchen nicht erklären konnte, entstand der Volksglauben von den Regenbogenschüsselchen als himmlischen Glücksbringern, denen auch Heilwirkung bei Fallsucht, Krämpfen, Fieber und Geburtswehen zugeschrieben wurde.

Vermutlich bildet diese Fundsituation den Kern des Volksmärchens Sterntaler.

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