fecit, lat., abgekürzt fec., bedeutet auf einem Gemälde, einer Zeichnung, einem Stich oder auch auf dem Rande einer Gedenkmedaille angebracht „hat [es] gemacht“, auch in der Form opus fecit, ops fec. zu lat. opus „Werk“ oder ipse fecit „selbst verfertigt“, bei Gemälden steht auch pinxit, kurz p., pinx., pxt. für lat. pinxit „hat gemalt“[2], in der Grafik delineavit, del., d. zu „zeichnen“.[3]
Analogon der Bildhauerei ist sculpsit, kurz s., sculp. „hat gehauen“ (Skulptur) oder excudit, excud. von excudere „formen“ (Plastik). Ersteres steht auch im Kunstdruck und bei Kartenwerken als „hat gestochen/geschnitten“, so gibt man etwa bei Stichen des 17. Jahrhunderts den Vorlagenmaler unter pinx., und der Stecher verewigt sich unter sculp. oder excud.[4] Der Graveur verewigt sich mit inc. = incidit „hat graviert“.
Es hat die Bedeutung eines „von eigener Hand“, in Unterscheidung zu einer Werkstattarbeit. Die dazugehörige Signatur – das Autograph – ist gelegentlich ebenfalls abgekürzt oder ein Namenszeichen (etwa in Form eines Monogramms). Daneben steht später auch das Datum, das in der moderneren Kunst solche Anmerkungen gänzlich ersetzt.
Im übertragenen Sinne nennt man heute allgemein die typische Signatur eines Autors „sein Fecit“ oder „Pinxit“.
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